LoRaWAN Kühlschranküberwachung im Universitätsklinikum Dresden
Medikamente, Impfstoffe und Blutkonserven müssen lückenlos und normkonform dokumentiert werden. Am Universitätsklinikum Dresden überwachen batteriebetriebene LoRaWAN-Sensoren und Elbesoft Connect die Medizinkühlschränke rund um die Uhr — automatisch, alarmierend und revisionssicher.
Kühlschranktemperaturen in Kliniken werden traditionell manuell kontrolliert — per Rundgang, Sichtprüfung und handschriftlicher Dokumentation. Dieses Verfahren ist personalintensiv, fehleranfällig und erfüllt wachsende Dokumentationsanforderungen (EU-GMP, DIN EN ISO 13485, RKI-Empfehlungen) nur bedingt. Temperaturabweichungen werden oft erst verzögert erkannt. Im schlimmsten Fall sind Impfstoffe oder Medikamente unbrauchbar geworden, bevor der Alarm ausgelöst wird — mit erheblichen Kosten und Haftungsrisiken.
LoRaWAN-Infrastruktur
Zwei Elbesoft LoRaWAN-Gateways decken bereits einen Großteil des Campus des Universitätsklinikums ab — bis in Gebäude und Untergeschosse. Die Gateways übertragen die Sensordaten sicher und zuverlässig an die Auswertungsplattform. Kein WLAN, kein Kabelaufwand.
Auswertung: Elbesoft Connect
Die Messdaten laufen alle 15 Minuten in Elbesoft Connect ein und werden übersichtlich in Gebäudeplänen visualisiert. Pro Sensor werden individuelle Alarmgrenzen festgelegt. Bei Überschreitung folgt sofort eine E-Mail-Benachrichtigung. Alle Daten stehen als CSV-Export für Dokumentations- und Nachweiszwecke bereit.
Batteriebetriebene Sensorik
Die eingesetzten LoRaWAN-Sensoren sind vollständig batteriebetrieben mit Laufzeiten von 5 bis 10 Jahren. Montage in unter 5 Minuten pro Sensor. Konfiguration per NFC oder Netzwerk. Interne Datenaufzeichnung auch bei Konnektivitätsunterbrechungen — kein Datenverlust.
Umgesetzte Anwendungen am Universitätsklinikum
Zwei aktive Anwendungen — betrieben über eine einzige Plattform.
- Messbereich –20 °C bis –80 °C (Tiefkühlschränke)
- Optional: externer PT-100-Fühler –200 °C bis +800 °C
- Interne Datenaufzeichnung (lokal auslesbar)
- Konfiguration per NFC oder Netzwerk
- Sofortige E-Mail-Alarmierung bei Grenzwertüberschreitung
- CSV-Export für Dokumentations- & Nachweiszwecke
- Funkbasierte Klappstromwandler — kein Eingriff in die Elektrik
- Gleichzeitige Messung an allen drei Phasen
- Zählerunabhängig — einfache Integration in bestehende Systeme
- Alarmierung bei ungewöhnlichen Verbrauchswerten — z. B. Kühlausfall erkennbar am plötzlichen Stromabfall des Kompressors
- Regelmäßige, drahtlose Datenübertragung
Ergebnis: Lückenlose Überwachung — ohne Personalaufwand
Manuelle Kontrollrundgänge entfallen. Alle Temperaturwerte werden automatisch erfasst, alarmiert und dokumentiert — rund um die Uhr, revisionssicher.
automatisch
pro Sensor
pro Sensor
Großteil des Campus
bis +800 °C
(mit PT-100)
Datensouveränität
Vorteile im klinischen Alltag
LoRaWAN-Temperaturüberwachung für Kliniken — schlüsselfertig von Elbesoft IoT
Wir liefern Sensorik, Gateways und Plattform aus einer Hand — inklusive Inbetriebnahme, Alarmkonfiguration und Support.
Eingesetzter Tech-Stack
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Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt — Anzahl der Kühlschränke, Gebäudesituation, bestehende Infrastruktur. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
Fragen zur LoRaWAN Kühlschranküberwachung
Wie genau misst der Sensor die Temperatur?
Der eingesetzte Sensor EM500-PT100 arbeitet mit einem externen PT-100-Fühler und erreicht eine Messgenauigkeit von ±0,3 °C im relevanten Bereich. Der Messbereich reicht von –200 °C bis +800 °C — damit eignet er sich sowohl für Standard-Medizinkühlschränke als auch für Tiefkühlgeräte bis –80 °C. Die Messwerte werden alle 15 Minuten an die Plattform übertragen. Zusätzlich werden die Messwerte intern im Sensor zwischengespeichert, sodass auch bei kurzfeitigem Verbindungsausfall kein Datenverlust entsteht.
Funktioniert LoRaWAN auch in Kellern und HF-abgeschirmten Bereichen?
Ja — das ist einer der entscheidenden Vorteile von LoRaWAN gegenüber WLAN. Das verwendete Frequenzband (868 MHz) hat eine wesentlich bessere Gebäudedurchdringung als 2,4-GHz-WLAN. In der Praxis am Universitätsklinikum Dresden decken bereits zwei Gateways den gesamten Campus inkl. Untergeschossen ab. Bei besonders abgeschirmten Bereichen (z.B. MRT-Räume) planen wir gemeinsam die optimale Gateway-Positionierung.
Erfüllt die Lösung die Dokumentationspflichten für Medizinkühlschränke?
Elbesoft Connect dokumentiert alle Messwerte lückenlos mit Zeitstempel und stellt sie als CSV-Export bereit. Dieser Export ist für Audits, Behördenprüfungen und interne Nachweise verwendbar. Die lückenlose 15-Minuten-Dokumentation entspricht den Anforderungen gängiger Qualitätsmanagementsysteme im Gesundheitswesen. Für spezifische Zertifizierungsanforderungen (z.B. ISO 13485) beraten wir Sie gern individuell.
Was passiert bei einem Netzwerkausfall — gehen Messdaten verloren?
Nein. Die Sensoren zeichnen Messdaten intern auf, auch wenn keine Verbindung zum Gateway besteht. Sobald die Verbindung wiederhergestellt ist, werden die zwischengespeicherten Werte nachübertragen. Dadurch entsteht auch bei kurzzeitigem Verbindungsausfall keine Lücke in der Temperaturdokumentation.
Wie wird alarmiert — und wer bekommt die Benachrichtigung?
Für jeden Sensor werden in Elbesoft Connect individuelle Alarmgrenzen (Min./Max.) festgelegt. Bei Überschreitung wird sofort eine E-Mail-Benachrichtigung ausgelöst — an beliebig viele Empfänger (z.B. Stationsleitung, Technik, Bereitschaftsdienst). Die Benachrichtigungsempfänger und -schwellen können jederzeit selbst angepasst werden. Zusätzliche Alarmkanäle (SMS, Webhook) sind auf Anfrage möglich.
Können bestehende Kühlschränke nachgerüstet werden — ohne bauliche Maßnahmen?
Ja, das ist der Regelfall. Die Sensoren werden mit doppelseitigem Klebeband oder kleinen Schrauben befestigt — der PT-100-Fühler wird durch die Türdichtung in den Innenraum geführt. Es sind keine Bohrungen, keine Kabel und kein Elektriker erforderlich. Die Montagezeit beträgt typischerweise unter 5 Minuten pro Kühlschrank. Das Gerät ist sofort nach der Konfiguration per NFC einsatzbereit.