Smart Building mit LoRaWAN: Gebäude kabellos vernetzen

Smart Building · LoRaWAN · Gebäudeautomation

Smart Building mit LoRaWAN:
Gebäude kabellos vernetzen

Raumklima, Heizung, Energie und Sicherheit – nachrüstbar ohne Kabel, zentral auf einer Plattform. Von der Raumklimaüberwachung bis zur Heizungsoptimierung.

Raumklima
Temp · Feuchte · CO₂
Heizung
LoRaWAN-Thermostat
Energie
Strom · Wärme · Wasser
Sicherheit
Fenster · Leckage
Elbesoft Connect · ChirpStack · BACnet

Ein Smart Building mit LoRaWAN vernetzt Raumklima, Heizung, Energiezähler und Sicherheitssensorik über ein batteriebetriebenes Funknetz – ohne dass Kabel verlegt werden müssen. Die Messwerte laufen über ein oder wenige Gateways auf eine zentrale IoT-Plattform mit Dashboards, Alarmen und Steuerlogiken. Damit lassen sich auch Bestandsgebäude und denkmalgeschützte Immobilien wirtschaftlich nachrüsten.

Was ist ein Smart Building mit LoRaWAN?

Ein Smart Building ist ein Gebäude, dessen technische Systeme Messdaten erfassen und automatisiert darauf reagieren: Die Heizung regelt nach Belegung, offene Fenster drosseln den Heizkörper, Verbrauchsspitzen lösen einen Alarm aus. Klassische Gebäudeautomation setzt dafür auf verkabelte Bussysteme. LoRaWAN ersetzt die Verkabelung durch ein energiesparendes Funkprotokoll im lizenzfreien 868-MHz-Band. Dadurch wird Smart Building auch dort möglich, wo Kabelverlegung zu teuer, zu störend oder baulich nicht erlaubt ist.

Ein LoRaWAN-basiertes Smart Building besteht aus vier Ebenen:

Funksensoren & Thermostate→ LoRaWAN-Gateway→ Netzwerkserver→ IoT-Plattform / Gebäudeleittechnik

Elbesoft IoT liefert alle vier Ebenen aus einer Hand: Sensorauswahl, Funkplanung, Betrieb des Netzwerkservers auf ChirpStack und die Plattform Elbesoft Connect auf Basis von ThingsBoard – gehostet in Deutschland.

Warum LoRaWAN für Smart Buildings? Vergleich mit WLAN und Zigbee

Für Gebäudesensorik zählt weniger die Datenrate als Batterielaufzeit, Gebäudedurchdringung und Installationsaufwand. Hier spielt LoRaWAN seine Stärken aus:

KriteriumLoRaWANWLANZigbee
Frequenz868 MHz (EU)2,4 / 5 GHzmeist 2,4 GHz
Stromversorgung SensorBatterie, mehrere Jahremeist NetzstromBatterie möglich, Router-Knoten mit Netzstrom
NetztopologieStern – ein Gateway, kein MeshAccess Points je BereichMesh mit vielen Knoten
Durchdringung von Wänden & Deckenhochgering bis mittelgering bis mittel
Datenrategering – ideal für Messwertehochmittel
Einfluss auf IT-Netzgetrennt vom Unternehmensnetzim Unternehmensnetzeigenes Netz, Koordinator nötig

Typische Werte; im Einzelfall abhängig von Bausubstanz, Gerät und Konfiguration.

Ein Gateway für das ganze Gebäude?

In vielen Bürogebäuden reicht ein einziges LoRaWAN-Gateway – Keller und Tiefgarage eingeschlossen. Stahlbeton, Metallfassaden oder mehrere Untergeschosse können zusätzliche Gateways erfordern. Verlässliche Zahlen liefert eine Funkmessung vor Ort statt einer Schätzung.

Smart-Building-Anwendungen mit LoRaWAN

Diese Anwendungen setzen wir für Büros, Gewerbeimmobilien und kommunale Liegenschaften am häufigsten um – einzeln oder kombiniert auf einer Infrastruktur:

Temperatur, Luftfeuchte, CO₂, Licht und Anwesenheit raumgenau erfassen – mit Grundriss-Dashboard je Stockwerk und Lüftungsalarmen.

LoRaWAN-Heizkörperthermostate regeln zeit- und anwesenheitsbasiert. Montage direkt am Ventil, ohne Heizungsbauer.

Strom, Wärme, Wasser und Gas über M-Bus, Modbus, Impulsausgang oder Klappstromwandler auslesen – Lastspitzen und Standby-Verbräuche sichtbar machen.

Tür- & Fensterkontakte

Öffnungszustände erkennen – für Sicherheit und zur automatischen Heizungsabsenkung bei offenem Fenster.

Leckage- & Raucherkennung

Wasseraustritt in Technik- und Serverräumen früh erkennen, Alarm per E-Mail oder SMS – auch in wenig genutzten Gebäuden.

Belegung & Flächennutzung

PIR- und Belegungssensoren zeigen, wie Räume genutzt werden – Grundlage für bedarfsgerechtes Heizen und Flächenplanung.

Richtwerte für CO₂ in Innenräumen

Das Umweltbundesamt bewertet CO₂-Konzentrationen unter 1.000 ppm als hygienisch unbedenklich, 1.000 bis 2.000 ppm als auffällig und über 2.000 ppm als inakzeptabel. LoRaWAN-Raumklimasensoren machen diese Werte raumgenau sichtbar und lösen bei Überschreitung eine Lüftungsempfehlung aus.

Welche Anwendungen passen zu Ihrem Gebäude?

Auf unserer Lösungsseite finden Sie alle Smart-Building-Bausteine im Überblick – inklusive Plattform, BACnet-Anbindung und Referenzen.

Die richtigen LoRaWAN-Sensoren für Smart Buildings

Wir arbeiten herstellerunabhängig und integrieren bewährte LoRaWAN-Sensoren, abgestimmt auf die jeweilige Anforderung. Diese Geräte setzen wir in Smart-Building-Projekten häufig ein:

AnwendungSensor (Beispiel)MessgrößenEnergieversorgung*
Raumklima BasisMilesight EM300-THTemperatur, LuftfeuchteBatterie, > 5 Jahre
Raumklima mit DisplayMilesight AM102Temperatur, Luftfeuchte, E-Ink-Anzeige vor OrtBatterie, > 7 Jahre
Raumklima komplettMilesight AM307Temp., Feuchte, CO₂, TVOC, Licht, PIR, Luftdruck, E-Ink-DisplayBatterie, ca. 3 Jahre, oder USB-C
HeizkörperregelungmClimate VickiVentilstellung, Raumtemperatur, FenstererkennungBatterie, bis 7 Jahre
Heizkörperregelung wartungsfreiMicropelt MLR-003Ventilstellung, TemperaturEnergy Harvesting aus Heizwärme
Tür-/FensterkontaktMilesight WS301 / EM300-MCSOffen / geschlossenBatterie, mehrere Jahre
LeckageMilesight WS303Wasseraustritt punktuellBatterie, mehrere Jahre
Stromverbrauch VerteilerMilesight CT101Strom je Phase, Lastprofilenergieautark aus dem Messleiter
Stromverbrauch EinzelgerätLoRaWAN-ZwischensteckerVerbrauch einzelner Geräte, SchaltfunktionNetzstrom

* Laut Herstellerangaben, abhängig von Sendeintervall und Umgebung. Klappstromwandler im Verteiler werden von einer Elektrofachkraft montiert.

Bestehende Strom-, Wärme- und Wasserzähler binden wir über M-Bus, Modbus, optische Schnittstelle oder Impulsausgang an – ohne Zählertausch und ohne Leitungsunterbrechung. Werte aus dem Submetering dienen der Verbrauchstransparenz und Optimierung. Für die Abrechnung gegenüber Mietern

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Raumklimaüberwachung mit LoRaWAN: Temperatur, Feuchte & CO₂ automatisiert erfassen

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Condition Monitoring mit LoRaWAN: Maschinenausfälle erkennen, bevor sie entstehen